Ohren

Audio

 Audiometie:

Im folgenden Bild sind 4 Hunde auf beiden Ohren getestet worden:

Die Welle von Hund 1 repräsentiert ein vollständiges Gehör. Hund 2 ist auf dem linken Ohr, Hund 3 auf dem rechten Ohr taub. Hund 4 ist auf beiden Ohren taub.

 

Die Hirnstammaudiometrie, bekannt auch unter dem Namen BAER (Brainstem Auditory Evoked Response) Test, bietet eine objektive Möglichkeit das Hörvermögen eines Tieres zu testen.

Im Vordergrund dieser Untersuchung steht die Feststellung erblich bedingter ein- oder beidseitiger Taubheit, jedoch können auch erworbene Hörstörungen damit diagnostiziert werden.

Die Ableitung von Hirnstammpotenzialen gilt als im klinischen Einsatz erprobtes und objektives Untersuchungsverfahren mit reproduzierbaren Ergebnissen.

Seit längerer Zeit weiß man, dass bei einigen Hunderassen erblich bedingte Taubheit vorkommt. In Österreich ist diese Untersuchung im Moment bei folgenden Rassen für die Zuchtzulassung erforderlich:

  • Dalmatiner, Dogo Argentino, Bullterrier, Parson und Jack Russell Terrier

Bei diesen Rassen schreibt der zuständige Zuchtverband schon die Untersuchung der Welpen vor, womit auch der Käufer schon bei Übernahme des Welpen diesbezüglich informiert ist.

Zur Zucht zugelassen sind nur beidseitig hörende Tiere.

Der einseitig taube Hund darf nicht für die Zucht verwendet werden, stellt ansonsten allerdings kein Problem dar. Zumeist fällt dieses Handicap im Alltag überhaupt nicht auf, zumal die betroffenen Tiere es mit zunehmendem Alter immer besser kompensieren können.

Auch bei anderen Rassen, vor allem bei solchen mit hohem Weißanteil und/oder Merle Genträgern, gibt es die Möglichkeit der erblich bedingten Taubheit. Jedoch auch einige Rassen ohne der Fellfarbe weiß können betroffen sein. Man hat bis heute verschiedene Gene und auch verschiedene Erbgänge gefunden, die für die erbliche Taubheit verantwortlich sind.

Auch bei Katzen ist dieses Problem bekannt und vor allem weiße Katzen mit blauen Augen sollten vor einem Zuchteinsatz untersucht werden

Die Untersuchung

Untersuchung-welpe

Die Untersuchung erfolgt nach einer leichten Sedierung des Tieres. Bei Hunden wird von den zuständigen Verbänden eine Untersuchung bei 70 Dezibel gefordert, da dies in etwa Sprechlautstärke entspricht.